Impulsgeber*Innen

Folgende besondere Gäste werden ihre Projekte beim Pfingstsymposium 2019 ausführlicher vorstellen:

Heini Staudinger

Ihr erinnert euch an unser Match mit der Finanzmarktaufsicht/FMA – der Vorwurf damals lautete, ich betriebe illegale Bankgeschäfte, sprich Bankgeschäfte ohne Lizenz;  dies sei mit einer Strafe bis zu 100.000.- Euro zu ahnden.

Eine „Frucht“ von diesem Match ist das alternative Finanzierungsgesetz (altFG), welches besagt, dass alles, was uns verboten war,  jetzt allen erlaubt ist. Tausende Klein- und Mittelbetriebe und unzählige Projekte aller Art finanzieren sich/oder ihr Projekt nicht mehr durch eine Bank, sondern privat; sprich durch Freunde, Familie und Bekannte.

Alternative Finanzierung (Crowd-Funding, Privatfinanzierungen, Vermögenspool, altFG) wird eines unserer besonderen Themen beim Symposium sein.


Laszlo Bogdan

Dem Roma-Bürgermeister Laszlo Bogdan von Cserdi in Südungarn gelang es innerhalb von zehn Jahren aus einem „Räuberdorf“  ein kleines Paradies  zu schaffen:

Gemeinschaftliche Sanierung fast aller Häuser / nahezu vollständige Selbstversorgung / Bildungs-Chancen wie nie zuvor / die Jungen bleiben, weil alles lebt.

Bitte lest die Geschichte, die der Journalist Stephan Ozsvath für den ARD darüber geschrieben hat; und hört Euch seinen ARD-Radiobeitrag dazu an.

Wir freuen uns sehr auf Laszlo Bogdan!

Heini

––> Das Wunder von Cserdi / ARD-Radiobeitrag von Stephan Ozsvath
––> Brennstoff Online-Artikel: Roma-Bürgermeister Laszlo Bogdan …


Domenico Lucano

Der Bürgermeister von Riace in Kalabrien (Süditalien) hatte eine wunderbare Idee: Er öffnete seine ländliche italienische Gemeinde, die durch Landflucht und Abwanderung sehr geschwächt war, für Migranten.

Er stellte Migrantenfamilien leer stehende Häuser zu Verfügung, gründete Kooperativen, damit alle Arbeit haben, und beschaffte Gemeindeförderungen, um seine neue Dorfgemeinschaft unterstützen zu können. "Der Ort erwachte wieder zum Leben, sogar die Schule öffnet wieder", berichtete die ARD-"Tagesschau".

Domenico Lucano warnt eindringlich vor der Inhumanität der neuen Flüchtlingspolitik in Italien und Europa: „Ich rede nicht nur von Italien, sondern von ganz Europa. Wir sind auf einem Weg in die Barbarei. Einer völlig neuen Barbarei, die alle humanen Prinzipien über Bord wirft, die einmal grundlegend für uns alle waren."

Bitte, schaut Euch dazu das YouTube-Video an: "Flüchtlinge aus Afrika und das Wunder von Riace"

Für mich ist es ein großes Glück, dass er kommt.  Heini


Leila Dregger

Tamera, so nennt sich eine Gemeinschaft von rund 170 Menschen, die seit 1995 gemeinschaftlich im südlichen Portugal leben.

Tamera versteht sich als eine gelebte Utopie, in deren Zentrum die Frage steht, wie ein globales „Feld“ für eine gewaltfreie Kultur aufgebaut werden kann, die auf Kooperation und Vertrauen beruht. Sie sagen „solange in der Liebe Krieg herrscht, wird es keinen Frieden geben.“ Also stehen freie Liebe, nachhaltige Ökologie und ganzheitliche Friedensforschung an der wichtigsten Stelle.

Leila Dregger ist „Friedensjournalistin“. Sie lebt seit mehr als 15 Jahren in Tamera, schreibt über Tamera und arbeitet im „Global Ecovillage Network“ (GEN) mit, das tausende Ökodörfer und ähnliche Gemeinschaften weltweit vernetzt.
 


Cambium Community im steirischen Vulkanland

Das alternative Finanzierungsgesetz (altFG) ist seit September 2015 in Kraft. Dieses Gesetz besagt, dass alles, was uns verboten war jetzt allen erlaubt ist. Tausende Klein- und Mittelbetriebe und unzählige Projekte finanzieren sich/oder ihr Projekt nicht mehr
durch eine Bank, sondern privat; sprich durch Freunde, Familie und Bekannte.

Eine Beispiel ist "Cambium", eine Gemeinschaft von ca. 70 Personen, die den Kauf einer ehem. Kaserne in der Steiermark, inkl. einiger Hektar Grund, für 2,2 Mio. Euro ausschließlich „privat“ finanzierte – über einen Vermögenspool. Cambium und andere, die ihre Projekte alternativ finanziert haben (altFG), werden beim Symposium dabei sein.

Die Cambium Community hat sich im neuen "Brennstoff 55" kurz porträtiert. Den Artikel könnt Ihr auch auf "Brennstoff Online" nachlesen unter: "Ökodorf Cambium im Vulkanland / Brennstoff Online"
 


Anton Erlacher – Verein "Der Bienenschutzgarten"

Gegen das Bienensterben gründete Anton Erlacher mit seiner Frau im Jahr 2010 den gemeinnützigen Verein "Der Bienenschutzgarten", um einen wirkungsvollen und nachhaltigen Bienenschutz zu verbreiten.

Seine "Aktion Blühende Landschaften" sorgt seit sieben Jahren mit "Bienenweiden"-Samensäckchen für ein Netzwerk an Blühinseln, also artenreich blühende Gärten, Blühstreifen und Blühflächen, die für Bienen nahrungsreich sind. In seinen Workshops für wesensgemäße Bienenhaltung lehrt Erlacher, selbst Imker, nachhaltige Imkerei (inspiriert von Rudolf Steiner).

Auch GEA unterstützt den Verein "Bienenschutzgarten"; und die GEA-Akademie bietet Imkerei-Kurse von Erlacher an, siehe: "More than honey – Die wesensgemäße Bienenhaltung".
 


Rückenwind – unser Genossenschaftsverband

Die Logik der endlosen Geldvermehrung verwüstet menschliche Gesellschaften und Ökosysteme. Mensch und Natur unterliegen einer radikalen Ausbeutung.

Und doch ist es so, dass die wachsende Instabilität und der absehbare Zerfall der globalen Megamaschine neue Möglichkeiten für tiefgreifende Veränderungen eröffnet, wo jede/r von uns etwas beitragen kann. (Frei nach Fabian Scheidlers Buch „Das Ende der Megamaschine“)

Nun. Thomas Piketty, ein wichtiger Wirtschaftsphilosoph des noch jungen Jahrhunderts, meint, „entweder werden wir uns im immer schärfer werdenden Wettbewerb alle kaputt (1) machen oder wir
lernen zu kooperieren (2)."

Mit unserem Bemühen wollen wir den Ursprungsgeist der Genossenschaftsbewegung wieder wach küssen und wollen alles tun, um dem zweiten zu dienen. Es werden etliche der neuen  Genossenschaften anwesend sein. Solide Beratung für Geno-Gründung und -Praxis.

Heini


Dr. Wolfgang Lalouschek – "Normalität im Wahnsinn"

Wolfgang Lalouschek ist vielen bekannt durch seine beliebten Kurse an der GEA-Akademie ("Normalität im Wahnsinn oder Wahnsinn der Normalität"). Er wird am Symposium als Impulsgeber teilnehmen.

Wolfgang Lalouschek ist Neurologe, Systemischer Coach sowie Medizinischer Leiter des interdisziplinären Gesundheitszentrums 'The Tree' in Wien (www.thetree.at). Wolfgang beschäftigt sich umfassend mit der Psychosomatik sowie dem Burnout und seinen gesellschaftlichen Hintergründen.

Viel von seinen Erfahrungen und seinem Wissen hat er in den beiden Büchern 'Raus aus der Stressfalle - Die besten Strategien gegen Burnout & Co und im Burnout-Manual für Klinik & Praxis veröffentlicht.    –> mehr Infos über ihn: https://planetyes.com
 


Initiativen im Open Space

Weitere Initiativen und Personen werden außerdem im Rahmen des OpenSpace ihre Themen, Impulse und Projekte ins Symposium einbringen, um unsere Debatten zu bereichern und sich mit uns allen zu vernetzen.

unter ihnen:

Georg Dygruber – bewusst-gemeinsam-leben

Es ist Zeit:  steigen WIR gemeinsam in ein Boot! Dazu setzen wir am 14. September mit dem Lösungskongress „Bewusst gemeinsam leben“ einen ersten wichtigen Schritt. Wir bauen dort mit über 21 Projekten aus Gemeinden und ca. 15 Unternehmen auf 5800m2 reale Elemente einer lebenswerten Gemeinde der Zukunft auf. Lehrmeister wie Heini Staudinger, Wolfgang Lalouschek, Johannes Huber, Erwin Thoma oder Baltasar Hauser unterstützen uns dabei. Ebenso kraftvolle Unternehmen wie Erdal, Fronius, Pöttinger Fermenter oder der Stanglwirt. Unsere Herausforderung diesbezüglich ist es, 2500 reichmutige Menschen nach Salzburg zu bringen! Das Pfingstsymposium könnte uns als wichtiger Klärungsschritt dienen.   –> mehr Infos unter: "Lösungs-Kongress bewusst gemeinsam leben, 14.9., Messe Salzburg"

 

Elke Rauth – HabiTAT Mietshäuser Syndikat

Im Solidar-Netzwerk des HabiTAT Mietshäuser Syndikat entstehen derzeit zwei neue Wiener Hausprojekte (Bikes and Rails und SchloR), die Elke Rauth vorstellen wird. Das habiTAT gibt es seit 2014 als Zusammenschluss selbstorganisierter und solidarischer Hausprojekte mit dem Ziel, Immobilien der Verwertung am Markt zu entziehen und damit Freiräume fürs Wohnen, Leben, Arbeiten langfristig zu sichern. Wohnen ist für uns ein Menschenrecht und keine Ware.
Das Modell des habiTAT stammt vom deutschen Mietshäuser Syndikat, in dessen Netzwerk seit den frühen 1990er Jahren über 130 Projekte erfolgreich entstanden sind. Dazu zählen Wohnprojekte in vielen großen Städten, Hofkollektive, autonome Jugendzentren, Handwerks-Betriebe oder Kultureinrichtungen. 

 


 

Moderation

Fritz Lietsch & Bettina Wegleiter

Fritz Lietsch und Bettina Wegleiter moderieren unser diesjähriges Symposium.

Fritz Lietsch, social entrepreneur seit 25 Jahren, ist Herausgeber von "Eco-World" (dem alternativen Branchenbuch) und des "Forum Nachhaltig Wirtschaften".

Bettina Wegleiter ist "Berufscoach für Kopf und Körper". Gemeinsam mit Wojciech Czaja leitet sie den Workshop "Raus mit der Sprache" in der GEA Akademie.


 

Musik & Unterhaltung

Gipsy Swing Company

Fünf ungarische Musiker/innen spielen Csárdás, Gipsy Swing, Latin und Jazz. Karcsi Berki (Gitarre), Robi Lakatos (Violine), Károly Berki (Gitarre), Isabella Krapf (Chromatische Mundharmonika). Vivien Lakatos (Violine) ist mit gerade einmal 10 Jahren das jüngste Mitglied der Company.

Die Musik der feurigen Company wird uns beim Pfingstsymposium begleiten.